Etappe 22.04.2025
Lieber Herr Patterer!
„Echter Glaube setzt immer den tiefen Wunsch voraus, die Welt zu verändern. Das ist die Frage, die wir uns stellen müssen. Haben wir große Visionen und Tatendrang?“
Dieses Zitat hat mir heute meine Schwester aus der Steiermark geschickt, da sie meinte, dass diese Worte gut zu mir passen würden. Als ich nachfragte, woher diese Zeilen stammen, hat sie mir die ganze Seite 16 der heutigen Ausgabe der KLEINEN ZEITUNG geschickt.
„Bleibt offen für die Wirklichkeit“ Mit diesen Worten waren noch weitere Zitate von Papst Franziskus auf dieser Seite ÜBER-schrieben. Ich betrachte es als eine ganz besondere Fügung des Schicksals, dass ich gestern in der Früh diese Zeilen an Antonio Spadaro SJ geschrieben habe:
Caro Signor Spadaro SJ!
21.04.2025
Ho seguito con grande preoccupazione le notizie sullo stato di salute di Papa Francesco. Speravo di potergli regalare la prima copia del mio libro “MEIN TESTAMENT ». Ma non sono più sicura di stampare questo libro, soprattutto perché anni fa un prete mi disse: „Perché scrivi queste lettere? Perché ti rendi inpopolare ? Taci !“
Scrivo queste lettere perché non posso farne a meno, perché è la mia natura e ho ricevuto una meravigliosa risposta dal Prelato Borgia alla mia lettera a Papa Francesco del 12 novembre 2014.
Sono abbastanza realista da sapere che le mie righe dal mio libro »MEIN TESTAMENT » non arriveranno più a Papa Francesco, ma forse lei si avvicinerà di nuovo a lui e allora la prego di sussurrargli questa frase all’orecchio:
„Maria – una donna – è più importante dei vescovi. Lo dico perché non si deve confondere funzione e dignità“.
Sono state QUESTE PAROLE nel suo libro “DAS INTERVIEW MIT PAPST FRANZISKUS » che mi hanno sempre dato la forza di continuare a percorrere «IL SENTIERO DI ELISABETTA »
Aprirò il mio « Café zum klaren Geist » a Pentecoste, come ho fatto negli ultimi anni. Non dovrò tradurre le mie parole, perché lo Spirito Santo farà in modo che tutti le capiscano nella loro lingua :
« Jedes Jahr zu Pfingsten treffen sich LEBENDIGE GEISTer im Cafe zum KLAREN GEIST mit dem HEILIGEN GEIST um zu klären , wie der KLEINE GEIST mit Hilfe des GROßEN GEISTES den Unterschied zwischen dem BÖSEN GEIST und dem GUTEN GEIST erkennen kann“.
Così vi auguro tutto il meglio e Papa Francesco sarà comunque presente al nostro caffè, perché non a caso si dice che „quando due o tre sono riuniti nel mio nome, io sono in mezzo a voi“.
Sie können sich vorstellen, dass ich diese Zeilen aus einem ganz anderen Blickwinkel betrachtete, als ich am Nachmittag vom Tod des Papstes erfahren habe.
Ob es ein Wink von oben war, dass ich ausgerechnet am Ostersonntag meine schwierigste aber wohl schönste Etappe am Elisabethsteig gegangen bin? Jedenfalls wird der Eintrag im Wandertagebuch den Worten „Bleibt offen für die Wirklichkeit“ mehr als gerecht. Finden Sie das auch so?
Falls Sie zu Pfingsten im Bermuda Dreieck auf der Linie Graz – Gailtal unterwegs sind, würde ich mich freuen, wenn Sie im Cafe zum klaren Geist vorbeischauen.
Vielleicht denken Sie beim Datum 20.4. an meinen Brief an Karl Schranz, er hat noch immer nichts an Aktualität eingebüßt, obwohl ich Ihnen diesen bereits im Jahr 2014 geschickt habe. Papst Franziskus war das lebende Beispiel für das Gegenteil von Eitelkeit: BESCHEIDENHEIT!
In diesem Sinne vielleicht bis bald
PS: Wie Sie am Bild oben sehen, habe ich die heutige Etappe an meinem Schreibtisch in mein Wandertagebuch geschrieben. Es liegt jetzt nur noch ein Brief aus meinem Buch „MEIN TESTAMENT“ da, der noch nicht zugestellt wurde. Auch dafür wird sich die passende Zeit finden.