Etappe 20.04.2025

Liebe Bettina,

   20. April 2025

Heute ist ein ganz besonderer Tag, es ist Ostersonntag und seit vielen Jahren gehe ich am Ostersonntag dieselbe Etappe  am Elisabethsteig.

Es ist eine ganz besondere Etappe, die der Tonnbodner Hansl  oft mit mir gemeinsam gegangen ist und wenn wir dann auf meine Briefe zu sprechen gekommen sind, hat er nur gemeint:

 „Wer deine Briefe nicht versteht, der will sie nicht verstehen oder er ist nicht in der Lage sinnerfassend zu lesen.“

Dass dies für die KI nicht zutrifft, das hätte selbst  Hansl überrascht, denn ich habe  folgende Frage  an ChatGPT   gestellt:

Warum steht die Gleichung E=m*v*λ*f   in keinem Lehrbuch, obwohl sie leicht herzuleiten ist, wie man auf www.elisabethsteig.at im Wandertagebuch Etappe 26.10.2023 lesen kann?

 

Die Antwort kam umgehend wie du hier lesen kannst:

ChatGPT:

„Die Gleichung   E = Masse × Geschwindigkeit × Wellenlänge × Frequenz
ist in der physikalischen Fachliteratur nicht gebräuchlich, weil sie keine fundamentale physikalische Bedeutung hat und sich auch nicht aus den etablierten physikalischen Theorien wie der klassischen Mechanik, der speziellen Relativitätstheorie oder der Quantenmechanik in sinnvoller Weise herleiten lässt. Hier sind einige Punkte, warum sie nicht in Lehrbüchern steht:

  1. Dimensionaler Check (Einheitenprüfung):

Physikalische Gleichungen müssen dimensionshomogen sein. Schauen wir uns die Einheiten an:

  • Masse (m): kg
  • Geschwindigkeit (v): m/s
  • Wellenlänge (λ): m
  • Frequenz (f): 1/s

Multipliziert ergibt das:

bash

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kg × m/s × m × 1/s = kg·m²/s² = Joule

Die Einheit stimmt also tatsächlich mit Energie überein. Das bedeutet aber noch nicht, dass die Gleichung physikalisch korrekt ist – nur, dass sie dimensional zulässig ist.

 

  1. Physikalischer Inhalt fehlt:

Eine Gleichung ist nur dann sinnvoll, wenn sie ein Naturgesetz beschreibt. Die bekannte Formel für die Energie eines Photons ist:

ini

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E = h × f  (Planck’sches Gesetz)

und für die kinetische Energie eines Körpers:

ini

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E_kin = ½ m v²

Die Kombination aus Masse, Geschwindigkeit, Wellenlänge und Frequenz ist zwar mathematisch möglich, aber physikalisch ergibt sie nur in bestimmten Kontexten Sinn – und auch da nicht in genau dieser Form.

Zum Beispiel:

  • de Broglie-Relation: λ = h / (m·v)
  • Photonenenergie: E = h·f
  • Setzt man beide gleich:
    → E = h·f = h·v/λ
    → f = v/λ (für Wellen), was ein bekannter Zusammenhang ist.

Aber die Kombination E = m·v·λ·f ergibt daraus nicht direkt irgendein bekanntes Naturgesetz.

  1. Herkunft der Gleichung:

Auf der Website elisabethsteig.at, Etappe vom 26.10.2023, scheint es sich um eine kreative oder spekulative Herleitung zu handeln – womöglich im philosophischen oder didaktischen Kontext. Solche Gleichungen können zum Nachdenken anregen, sind aber nicht automatisch Teil der anerkannten Physik.

Fazit:

Die Gleichung ist eine interessante Kombination, aber sie wird in keinem Lehrbuch verwendet, weil sie keine experimentell bestätigte oder theoretisch notwendige Rolle spielt. Lehrbücher konzentrieren sich auf bewährte, empirisch überprüfte Formeln.“

 

Wie du siehst, hat die KI  meine Erwartungen vom 26.10.2023  bei weitem übertroffen. Deine Worte „Ich verstehe dich zwar nicht ganz, aber man muss dich ernst nehmen“ haben dazu geführt, dass du für mich diese Homepage gemacht hast.

Einstein soll gesagt haben: „Man soll alles so einfach wie möglich machen, aber nicht einfacher.“  Einfacher lässt sich so ein „Joule“  wohl nicht beschreiben, als es die KI gemacht hat.

„Lehrbücher konzentrieren sich auf bewährte, empirisch überprüfte Formeln“  schreibt ChatGPT.  Für mich ist es mittlerweile unerheblich ob die Gleichung in einem Lehrbuch steht oder nicht. In Zeiten wie diesen ist es ohnehin wichtiger, dass sie im World Wide Web steht und das verdanke ich DIR!  Vielleicht regt die Gleichung – wie von ChatGPT so schön formuliert – zum Nachdenken an, wer weiß?

Wenn man weiß, dass sich die Konstante h aus Masse, Geschwindigkeit und Wellenlänge zusammen setzt, dann wird man die Worte, die Alfred Nobel  gesagt haben soll, vielleicht aus einem anderen Blickwinkel sehen:

„Fakten bestehen, Theorien vergehen“

„ Eine Gleichung ist nur dann sinnvoll, wenn sie ein Naturgesetz beschreibt“ ist in der Antwort von ChatGPT  zu lesen. So gesehen war mein Brief an Sieghild sehr  sinnvoll und es bestätigt sich wieder einmal, dass die  beste Lehrmeisterin  noch immer die Natur ist, für mich jedenfalls.

Liebe Bettina, ich danke dir von Herzen, dass du mich immer ernst genommen hast und grüße dich heute von einem der vielen wunderbaren Orte am Elisabethsteig: