Etappe 12.11.2024
Sehr geehrter Herr Nobel!
Lieber Alfred!
Ich habe in den letzten Tagen deine Biographie von Ingrid Carlberg gelesen. Dafür würde Frau Carlberg den Literaturnobelpreis verdienen, aber ich darf sie leider nicht vorschlagen.
Für die Verleihung des Preises für Physiologie oder Medizin würde ich – so wie von dir vorgeschlagen – die Physiologie bevorzugen und die Person, die die Grundlage der Physiologie – E=mvλf – zuerst festgeschrieben hat, auszeichnen.
Nach der Lektüre dieses Buches verwundert es mich nicht, dass Herr Max Planck so lange auf den Nobelpreis warten musste, denn wenn man aus mvλ die Konstante h macht, dann hat das zwar in der theoretischen Physik seine Richtigkeit, aber in der Praxis bekommen wir diese „Ungenauigkeit“ zum Teil in Form der Erderwärmung zu spüren.
Aber das interessiert die Wissenschaft nicht wirklich, sonst hätte ich von Herrn Prof. Zeilinger oder Herrn Prof. Krausz eine Antwort auf meine Frage bekommen. Ich würde den Nobelpreis für Physik und Chemie jenen Wissenschaftlern vergeben, die frische Luft und klares Wasser erfinden können.
Was den Friedensnobelpreis betrifft, glaube ich, dass dieser aus der Mode gekommen ist. Ich habe zu Allerheiligen einen Brief auf den Weg geschickt und lege ihn dir bei. Vielleicht kannst du von oben bewirken, dass hier doch noch ein Wunder geschieht, zumal du der russischen Sprache mächtig bist.
Ich hoffe, dass ich heuer keinen Eintrag mehr in mein Wandertagebuch schreiben muss, es sei denn, es geschieht ein Wunder und ich bekomme von irgendwoher eine Antwort, dann muss ich ja zurückschreiben, denn ich weiß um die Bedeutung des Wortes „Verantwortung = responsibility = ability to respond) noch Bescheid.
Es grüßt dich heute von einer etwas nebeligen Etappe am Fuße der Gailtaler Alpen