Etappe 17.02.2024
Liebe Frau Kneissl,
„Die Wissenschaft schweigt“ – Diese Worte im „Ведомости“ vom 8.2.2024 haben mich veranlasst, die folgenden Zeilen an Sie zu schreiben.
Vielleicht können Sie sich noch an meine Worte erinnern, die ich Ihnen in meinem Brief vom 26. Jänner 2018 geschrieben habe, damals ist der Brief noch nach Seibersdorf gegangen.
Ich glaube, dass Ihnen mein letzter Etappenbericht vom 4. Feber 2024 gefallen wird, zumindest was die Beschreibung der Sprachen betrifft. Bei den ersten drei Sprachen waren wir uns schon 2018 einig.
Was Ihre Worte „Die Wissenschaft schweigt“ betrifft, habe ich dieselbe Erfahrung gemacht, wie Sie in meinem Etappenbericht vom 26.10.2023 lesen können. Ich würde es nur etwas anders formulieren, denn es können nur Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen schweigen. Mir hat die Nobelpreisträgerin Frau Anne L’Huillier geantwortet und ihr wäre mit Ihren Worten Unrecht getan.
Vielleicht finden Sie in Ihrem Umfeld einen Wissenschaftler, der sich für diese Gleichung wirklich interessiert. Es muss ja nicht unbedingt ein Wissenschaftler sein, es kann auch der „intelligenteste Gentleman“ sein, den Sie kennen. Sie dürfen jetzt ruhig lächeln.
Manchmal ist es sogar gut, wenn man keine Antwort bekommt, wie der nachfolgende Auszug aus meinem Buch „MEIN TESTAMENT Teil I – Natur und Religion im einKLANG oder die himmlische Wahrheit“ zeigt:
„Mittlerweile bin ich froh, dass mir der Bischof auf meine Frage nicht geantwortet hat, denn jetzt weiß ich endlich, was das Wort „menschlich“ bedeutet.
Was einen Menschen wirklich ausmacht, was menschlich ist, ist sein Charakter (aus dem Griechischen „Prägung“ im übertragenen Sinn sind es die moralisch relevanten Eigenschaften eines Menschen) und da gibt es unter den Menschen ebenso viele Arten wie bei Tieren und Pflanzen.
Ich verstehe jetzt jedenfalls den Spruch: „Wasser predigen und Wein trinken.“ In unserer Kirche sagt man WANDLUNG dazu – ein höchst menschlicher Akt. Es kommt nur auf die Art und Weise an, WIE man sich wandelt. Nicht umsonst heißt es:
„Nicht WAS du bist, ist was dich ehrt. WIE du es bist, bestimmt deinen Wert“.
Wenn der Bär seine Hauptroute verlässt, dann durchstreift er auch gerne das Gebiet rund um das
DREILÄNDERECK der geographische Schnittpunkt von Österreich, Italien und Slowenien.
So grüße ich Sie heute ganz herzlich von einem Seitenweg des Elisabethsteiges, denn gerade in diesem Bereich wandert der Bär gelegentlich auch in Richtung Osten. Vielleicht kreuzen sich unsere Wege einmal am Elisabethsteig oder Sie schauen im Cafe zum klaren Geist vorbei, dann freu ich mich.