Liebe Annemarie,
Es tut mir leid, dass ich dich für die 1. Vorlesung in Naturphilosophie nicht erreicht habe. Aber ich konnte nicht ahnen, dass sich so viele Personen in meinem sozialen Netzwerk im Sein (SNIS®) für Naturphilosphie interessieren, sonst hätte mich nicht dieses Video aus Bali erreicht.
Mein Lehrstuhl ist für so eine Vorlesung einfach zu klein. So habe ich beschlossen, die erste Vorlesung ONLINE zu machen.
Ich habe mir gedacht, dass sich der „Brief an Karl Schranz“ aus dem Jahr 2014 sehr gut für den Einstieg in dieses Thema eignet. Die Fragestellung war:
„Was ist das Gegenteil von Eitelkeit?“
Du kannst dir gar nicht vorstellen wie viele verschiedene Antworten gekommen sind. Daraufhin habe ich meine Sichtweise dargelegt und den nachstehenden Brief aus meinem Buch
„MEIN TESTAMENT oder am Elisabethsteig auf dem Weg zur Weltformel
Teil II – Wage zu denken oder die irdische Wahrheit vorgelesen:
Sehr geehrter Herr Schranz!
Lieber Karl!
20. April 2014
Du hast in einem Gespräch mit Frau Ida Metzger vom Kurier im Feber d.J. erzählt, dass du mit
„Putin schon gemeinsam am Teppich gelegen bist und Rückenübungen gemacht hast“.
Ich habe da jetzt eine große Bitte an dich: Wenn du das nächste Mal eingeladen wirst, dann schau dir deinen Freund gut an!
Wie du selbst bestätigt hast, gibt es immer wieder ähnliche Charaktere und somit auch ähnliche Situationen im Laufe der Geschichte (siehe Entscheidung IOC 1972 und 2014). Bei genauerem Hinschauen sieht man, dass da oft Eitelkeit im Spiel war, und ich habe nachgedacht, was das Gegenteil von Eitelkeit sein könnte. Für mich ist es Bescheidenheit d.h. Bescheid wissen um sich selbst.
Es hat sich oft hinterher bestätigt, dass manche Führer ganze Völker beherrschten, aber nicht alle davon sich selbst. Da dies aber eine ganz menschliche Eigenschaft ist, wird sich daran nichts ändern, solange es Menschen gibt.
Trotzdem: Schau dir deinen Freund gut an, denn ich habe meinen Schulkameraden immer folgende Zeilen ins Stammbuch geschrieben:
GLAUBE DEN KNOSPEN, GLAUBE DEN BLÜTEN,
NUR VOR DEM MENSCHEN MUSST DU DICH HÜTEN;
BLICK IHM OFT UND FEST INS AUGE, OB AUCH EHRLICH IST SEIN BLICK,
DENN DES MENSCHEN WORT KANN TRÜGEN, DOCH DAS AUGE KANN ES NICHT.
Im Jahr 2014 hat niemand ahnen können, welchen Weg der „russische Bär“ einschlagen wird. Um Missverständnisse zu vermeiden, habe ich den Brief an den „russischen Bären“ geteilt, damit jeder weiß, dass in diesem Fall nicht der Schmetterling gemeint ist, der sich mittlerweile auch in Kärnten wohlfühlt.
Abschließend kann ich sagen, dass dies eine sehr gelungene Veranstaltung war, trotzdem werde ich in Zukunft die Vorlesungen an dem dafür vorgesehenen Ort abhalten, zumal dies eher meiner Lebensphilosophie entspricht.
Ich freue mich, wenn du das nächste Mal dabei bist und danke dir herzlich für deinen Gruß aus Indien
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